Grundblick Redaktion · 15.06.2026
Grundbuchauszug lesen: A-, B- und C-Blatt erklärt
Ein Grundbuchauszug ist klar gegliedert. Wer den Aufbau kennt, liest ihn in wenigen Minuten. Die drei Blätter A, B und C bilden zusammen den Vollauszug.
A-Blatt: Gutsbestandsblatt
Das A-Blatt beschreibt die Liegenschaft selbst. Es besteht aus zwei Teilen:
- A1: die Grundstücke der Einlage mit Grundstücksnummer (GST-NR), Fläche und Benützungsart.
- A2: mit der Liegenschaft verbundene Rechte, etwa Wegerechte zugunsten des Grundstücks.
B-Blatt: Eigentumsblatt
Das B-Blatt nennt die Eigentümer und ihre Anteile. Bei Miteigentum stehen hier die Quoten, bei Wohnungseigentum die Verknüpfung mit dem jeweiligen Objekt. Wenn dich nur das Eigentum interessiert, genügt der Teilauszug des B-Blatts.
C-Blatt: Lastenblatt
Das C-Blatt zeigt die Lasten und Beschränkungen: Pfandrechte (Hypotheken), Dienstbarkeiten (Servitute), Reallasten, Belastungs- und Veräusserungsverbote sowie Vorkaufsrechte.
Wichtige Begriffe
- EZ (Einlagezahl): Ordnungsnummer der Liegenschaft innerhalb einer Katastralgemeinde.
- Plombe: Hinweis, dass ein Antrag offen ist und sich am Stand noch etwas ändern kann.
- Katastralgemeinde (KG): kleinste Einheit des Katasters, jede mit eigener Nummer.
Den vollständigen, amtlich signierten Auszug mit allen drei Blättern bekommst du bei Grundblick in wenigen Minuten.